Heimatstube DankmarsSmiliehausen

   

 

        Lebendige Vermittlung von Tradition, Sitten und Bräuchen der Region sind Grundgedanken
        bei der Planung und Gestaltung einer Heimatstube. In dieser schnelllebigen Zeit ist es ein 
        Bedürfnis, uns und unseren Nachkommen einen nachhaltigen Einblick in das Leben früherer   
        Generationen zu vermitteln. Schnelllebigkeit bringt auch schnelles Vergessen mit sich.

        Als nach der Wende durch die erfolgte Schulgebietsreform das Schulgebäude und das sogenannte
        "Schulnebengebäude" wieder in die Trägerschaft der Gemeinde übergeben wurden, stellte sich für
        diese die Frage einer neuen Zweckbestimmung. Das
"Schulnebengebäude" wurde bereits um 1600 
        erbaut und als Schule genutzt, gehört also zur historischen Bausubstanz unseres Ortes. Später
        waren dort die Kantorei bzw. in der Folgezeit überwiegend Lehrerwohnungen untergebracht.
        In den letzten Jahrzenten bis zur Wende beherbergte es Lehrerzimmer, Sekretariat, den Schulhort
        und Fachkabinette.

        Im Zuge der Dorferneuerung wurde es möglich, dieses alte Gebäude endlich gründlich zu renovieren,
        so dass es jetzt zusammen mit vielen anderen Wohngebäuden den schmucken historischen Ortskern
        bestimmt. Viel Arbeit und Zeit wurden in die Gestaltung des Innenausbaus investiert und spätestens
        da stand die Zweckbestimmung fest. Neben dem Bürgermeisteramt sollten Räumlichkeiten für eine
        Heimatstube in unserem Ort geschaffen werden. Seit dieser Zeit wurden Gerätschaften aus Haus-
        und Landwirtschaft sowie umfangreiches Bildmaterial zu den verschiedensten Themen gesammelt.
        Unsere Einwohner wurden motiviert, evtl. noch vorhandene alte Gebrauchsgegenstände früherer
        Generationen bereitzustellen, die dann aufgearbeitet wurden.

        Mit den Bauarbeiten für die Heimatstube wurde 1995 begonnen. Eröffnet wurde die Heimatstube
        im Jahre 1997.

        Einheimischen und Gästen können wir heute schon eine umfangreiche Dokumentation unserer
        Dorfgeschichte anschaulich darbieten. Natürlich werden wir auch weiterhin bemüht sein, unser
        Inventar ständig zu erweitern. Wir wollen unsere Heimatstube aussagekräftig gestalten. Dabei
        sind wir auch auf die Unterstützung durch unserer Bevölkerung angewiesen. Jedes Exponat ist eine
        Bereicherung und dient dazu, Wissen und Erkenntnisse über das harte Leben unserer Vorfahren zu
        erlangen, aber auch  etwas über deren frohe Stunden der Gemeinsamkeit zu erfahren.

        Ebenfalls werden wir uns zur Aufgabe machen, für unsere Nachkommen Ereignisse und Vorkommnisse
        aus der heutigen Zeit zu archivieren.